Hände die Zeichenuntensilien halten auf Bauplänen

Neubau Wohnanlage in der Fasanenstraße in München

Projektbeschreibung

Neubau einer Wohnanlage mit 22 Wohneinheiten und Tiefgarage mit 23 Stellplätzen.
Die Wohnanlage besteht aus drei unterschiedlichen Wohngebäuden die auf einer Fläche von 33m x 51m um einen gemeinsamen Innenhof angeordnet sind. Die einzelnen Gebäude sind durch ein gemeinsames Untergeschoß mit Kellerräumen und Tiefgarage verbunden.
Eines der drei Häuser wurde als Einfamilienhaus geplant. Das Haus mit einer Grundfläche von 9,0m x 13,0m besteht aus Erdgeschoß, Obergeschoß und einem nicht ausgebauten Dachgeschoß. Das Dach ist als Pfettendachstuhl in Form eines Walmdachs ausgeführt. Die Gebäudehöhe bis zum First beträgt etwa 8,7m. Die zwei anderen Gebäude sind als Mehrfamilienhäuser mit Erdgeschoß, zwei Obergeschoßen und Flachdach geplant worden.

Das größere der beiden Häuser besitzt einen L-förmigen Grundriss mit Schenkellängen von 28m und 31m bei einer Gebäudebreite von 13m und 12m. Das oberste Geschoß springt gegenüber dem darunter liegenden Geschoß in Teilbereichen zurück, sodass zwei Dachterrassen entstanden sind.

Das kleinere der beiden Häuser weist einen rechteckigen Grundriss mit Rücksprüngen und Abmessungen von 13,6m x 27,5m auf. Hier soll das ebenfalls rückspringende zweite Obergeschoß erst zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden. Bei der statischen Berechnung und der Ausführung wurde die Aufstockung bereits berücksichtigt. Die Anschlusspunkte wurden für eine einfache nachträgliche Ergänzung des zweiten Obergeschoßes vorbereitet.
Beide Gebäude weisen, bei vollständiger Errichtung aller geplanten Geschoße, eine Höhe von ca. 9m auf.

Alle Gebäude wurden in klassischer Massivbauweise ausgeführt. Die Decken sind aus Stahlbeton geplant. Tragende Innenwände werden aus Stahlbeton oder Mauerwerk hergestellt. Für die Außenwände wurde Mauerwerk aus Dämmziegeln verwendet. Freie Lasten aus nicht fortgeführten tragenden Wänden werden durch Stahlbetonwandscheiben auf andere tragende Bauteile wie Querwände und Stützen abgetragen. So können die Grundrisse der Wohnungen nach dem Wunsch des Bauherrn in den Geschoßen variieren, ohne dass zusätzliche Unterzüge oder Stützen erforderlich werden.

Tragende Außen- und Innenwände werden im Untergeschoß im Bereich der Tiefgarage durch Unterzüge abgefangen und auf Stützen im auf die Stellplätze abgestimmten Raster abgelastet. Die Decke über dem Untergeschoß wurde als linienförmig gelagerte Stahlbetonplatte geplant und lagert ebenfalls auf den Unterzügen im Tiefgeschoß auf.
Um Zwangsspannungen zu vermindern und damit der Rissbildung entgegenzuwirken wurde das Untergeschoß durch eine Dehnfuge mittig geteilt. Das Untergeschoß wurde in WU-Bauweise errichtet.

Zur Gewährleistung der Dauerhaftigkeit der Konstruktion in der Tiefgarage wurde eine auf die Bauweise abgestimmte Beschichtung geplant. Ein Wartungsplan enthält Empfehlungen zu Reinigung und Unterhalt der Tiefgarage.
Die Flächengründung auf einer gebetteten Stahlbetonbodenplatte von 30cm bzw. 35cm Stärke wird unter den hoch belasteten Stützen im Bereich der Tiefgarage durch eine auf 65cm Stärke erhöhte Bodenplatte verstärkt.

Das Bauvorhaben wurde größtenteils mit einer frei geböschten Baugrube durchgeführt. In Teilbereichen wurde aufgrund der Nähe zu benachbarten Grundstücken ein Trägerbohlverbau ausgeführt. Planung von Baugrube und Verbau war Bestandteil unserer Leistung.

Eindrücke

Bauherr

HM Grund W27 GmbH & Co. KG

Architekt

Kirchmann Patzek Thalmair
Architekten Ingenieure PartGmbB

Bauzeit

2016 - 2017

Projektkosten

4,6 Mio. €