Hände die Zeichenuntensilien halten auf Bauplänen

Generalinstandsetzung und Erweiterung der Schulschwimmhalle Sentabad in München

Projektbeschreibung

Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne im Münchener Stadtteil Bogenhausen ist ein neues Stadtareal im Bau. Die bestehende Bundeswehrturnhalle gegenüber des Neubaus einer dreizügigen Grundschule wurde abgebrochen. Die angegliederten Trakte des Schwimmbads sowie des Tauchtopfs im selben Gebäude werden erhalten und einer Generalsanierung unterzogen.
Der langegezogene Gebäudekomplex aus dem Jahr 1972 besteht noch aus drei Teilen. Das Tauchtopfgebäude im Westen mit den Grundrissabmessungen von etwa 12m x 23m, die Schwimmhalle mit Abmessungen von etwa 20m x 35m in der Mitte sowie ein dreigeschossiger Dusch- und Umkleidetrakt im Osten des Komplexes. Daran anschließend wird das Gebäude um den Neubau eines Eingangsbereichs mit den Grundrissabmessungen von ebenfalls etwa 12m x 23m ergänzt.

Das Tauchtopfgebäude im Westen blieb im Inneren unberührt und erhielt neben einer neuen Dachdeckung auch eine neue Fassade mit zeitgemäßer Wärmedämmung. An den Außenwänden wurden Betoninstandsetzungsarbeiten durchgeführt.

Die Schwimmhalle wurde generalsaniert. Die 22 Spannbetonbinder des Dachtragwerks bedarfen der Verstärkung durch ein externes Zugstabsystem aus Stahl unter besonderer Beachtung des Korrosionsschutzes bei Umgebungsbedingungen einer Schwimmhalle. Der Neubau der gesamten Schwimmbadtechnik sowie der durch die gestiegenen Anforderungen an ein Schulschwimmbad erforderliche Einbau eines Hubbodens machten umfangreiche Eingriffe in die bestehende Stahlbetonkonstruktion notwendig. Dabei erfolgte eine enge Abstimmung im Planungsteam insbesondere in Bezug auf die Schwimmbadtechnik sowie auf die Abdichtung des Schwimmbeckens.

Der Umkleide- und Duschtrakt wurde entkernt, die Tragstruktur aus Stahlbeton und Mauerwerk wurde in Teilen verändert bzw. verstärkt und die Dachdecke des Technikgeschoßes abgebrochen und an das Flachdach der Schwimmhalle angeglichen.

Alle tragenden Bauteile des neuen Eingangsgebäudes wurden aus Stahlbeton erstellt und auf einer lastabtragenden Bodenplatte gegründet.

Die vorgestellte Lamellenfassade mit Stahlunterkonstruktion wurde am Gebäude bzw. auf einem Stahlbetonbalken mit Gründung auf Verpresspfählen abgestellt. Damit die Zufahrt zum Tauchtopf für Feuerwehrfahrzeuge möglich ist, erhielt die Fassade in diesem Teilbereich ein Hubtor mit den Abmessungen von etwa 5m x 17m.

Eindrücke

Bauherr

Landeshauptstadt München
Baureferat Hochbau H31
Herr Peter Reisinger

Architekt

Breitenhuber Architekten

Bauzeit

2015 - 2018