Hände die Zeichenuntensilien halten auf Bauplänen

Pinselsteg in Trostberg

Projektbeschreibung

Das Tragwerk der Brücke ist nach Aussage des Entwurfsverfassers H. Architekt Dipl. Ing. Dietrich eine Welturaufführung. Sie überspannt mit ca. 25 m Weite den Alzkanal in Trostberg und wurde 2005 dem Verkehr übergeben.

Es handelt sich um ein exzentrisch angeordnetes Torsionsrohr, das über ein Hängewerk aus Kettengliedern kontinuierlich stabilisiert wird. Das Hängewerk stützt sich auf zwei Pylone, die gleichzeitig Rahmenstützen des Hauptträgers sind. Die Pylone verjüngen sich nach oben und sind schräg nach unten ins Widerlager abgespannt. Die Gehbahn verläuft seitlich neben dem Rohr und erzeugt dort erhebliche Torsionsmomente, die durch eine genau austarierte Lage des Angriffspunktes der Hängeglieder teilweise abgebaut und am Widerlager durch einen Endquerträger kompensiert werden.

Zahlreiche Variantenuntersuchungen waren erforderlich, um die Eigenfrequenz der Brücke mit ausreichendem Abstand zur Erregerfrequenz des Fußgängerverkehrs so einzustellen, dass der Resonanzfall vermieden wird.

Die Brücke wurde insgesamt vorgefertigt und mit Autokran eingehoben. Die Widerlager sind pfahlgegründete Kastenbauwerke, als Belag wurde eine rutschfeste, mit Quarzsand angereicherte Epoxidharzbeschichtung gewählt.

Eindrücke

Bauherr

Stadt Trostberg

Entwurf und Konstruktion

Büro für Ingenieur-Architektur
Dipl.-Ing. Richard J. Dietrich

Bauzeit

2003

Projektkosten

196.000 €